Burnout: Tipps für den Umgang mit Betroffenen im Team

12 Februar, 2025

5 Minuten

Burnout: Wie Sie als Führungskraft Betroffene richtig ansprechen und unterstützen.

Wenn ein Teammitglied erste Anzeichen von Überlastung oder Burnout zeigt, stellt sich für Führungskräfte die Frage: Wie spreche ich das Thema an, ohne zu verletzen oder Druck auszuüben? Der richtige Umgang kann viel bewirken. Mit einer wertschätzenden Ansprache, klaren Erwartungen und gezielter Unterstützung können Sie als Führungskraft den Betroffenen helfen und ein positives Signal für das gesamte Team setzen.

Der erste Schritt: Die richtige Ansprache

Der Einstieg in ein solches Gespräch ist entscheidend. Um das Gespräch sensibel zu beginnen, helfen Formulierungen wie:

  • „Ich habe das Gefühl, dass es dir in letzter Zeit schwerfällt, deine gewohnte Energie aufzubringen.“
  • „Mir ist aufgefallen, dass du in den letzten Wochen viel ruhiger bist als sonst. Wie geht es dir?“

Solche Aussagen signalisieren Aufmerksamkeit und Interesse, ohne Vorwürfe zu machen. Achten Sie darauf, Ihrem Gegenüber Raum für Antworten zu geben und nicht in die Falle zu tappen, Lösungen vorzugeben.

Wertschätzung, Akzeptanz und positive Resonanz zeigen

Menschen, die sich in einem Burnout-Zustand befinden, fühlen sich oft unverstanden oder schämen sich für ihre Situation. Zeigen Sie daher durch Ihre Worte und Haltung, dass Sie die Person schätzen und sie nicht für die Situation verurteilen. Beispiele:

  • „Es ist völlig okay, dass du dich aktuell so fühlst. Wichtig ist, dass wir jetzt gemeinsam schauen, wie wir dir helfen können.“
  • „Ich weiß, wie engagiert du bisher warst, und das ist beeindruckend. Vielleicht ist es jetzt Zeit, dir selbst etwas Gutes zu tun.“

Erwartungen realistisch und klar formulieren

Menschen, die unter Burnout-Symptomen leiden, fühlen sich oft von Erwartungen und Aufgaben überwältigt. Helfen Sie, den Druck zu reduzieren, indem Sie klare, realistische Anforderungen formulieren:

  • „Wir konzentrieren uns jetzt auf die wichtigsten Aufgaben. Der Rest kann warten oder auf andere Schultern verteilt werden.“
  • „Ich möchte, dass du dir Zeit nimmst, um wieder in deine Kraft zu kommen. Was kannst du im Moment schaffen, ohne dich zu überfordern?“

Unterstützung anbieten – aber in einem angemessenen Rahmen

Als Führungskraft ist es wichtig, Unterstützung anzubieten, ohne zu bevormunden. Fragen Sie konkret nach, was die Person braucht, und zeigen Sie, dass Sie bereit sind zu helfen:

  • „Gibt es etwas, das wir ändern können, damit du dich weniger unter Druck fühlst?“
  • „Wenn du magst, kann ich dich unterstützen, einen Coach oder eine Beratung zu finden.“

Achten Sie darauf, dass Ihre Unterstützung professionell bleibt und Sie die Rolle eines Coaches oder Therapeuten nicht übernehmen.

Viel fragen und Raum für Antworten lassen

Burnout-Betroffene brauchen Zeit, um über ihre Gefühle und Herausforderungen zu sprechen. Zeigen Sie echtes Interesse, indem Sie offen fragen und aktiv zuhören:

  • „Wie erlebst du deine Situation gerade?“
  • „Was würde dir helfen, den nächsten Schritt zu gehen?“

Nehmen Sie sich die Zeit, die Antworten aufzunehmen, und vermeiden Sie es, in Eile Lösungen vorzuschlagen.

Fazit: Mit Empathie und Klarheit helfen

Der Umgang mit Burnout-Betroffenen im Team erfordert Sensibilität, Geduld und Klarheit. Mit einer zugewandten Ansprache, realistischer Unterstützung und positiven Impulsen schaffen Sie eine Grundlage, die Betroffenen hilft, sich sicher zu fühlen und sich auf den Weg der Erholung zu machen. Als Führungskraft setzen Sie so nicht nur ein Zeichen der Fürsorge, sondern stärken auch das Vertrauen und die Resilienz des gesamten Teams.